Der vierte Modepreis Hannover wurde am Sonnabend, 30. Juni, im Design Center der Hochschule Hannover verliehen. 21 Kollektionen wurden auf dem Laufsteg präsentiert und anschließend von einer Jury bewertet, die aus internationalen Designern und angesehenen Modeexperten bestand.
In diesem Jahr teilen gleichzeitig zwei Kollektionen den Modepreis Hannover: Tanja Schmidt und Philip Rudzinski mit ihrer Jeanskollektion „Alles geht in die Hose!“ sowie Maria Silies und Elena Fischer mit der Kollektion „This is my body: frontside. profile. backside.“. Die Sparkasse Hannover entschied sich spontan, den Modepreis Hannover auf 6.000 Euro zu erhöhen. Prof. Dr. Rosemarie Kerkow-Weil, Präsidentin der Hochschule Hannover, überreichte an die glücklichen Gewinner den Scheck und die Goldene Schere. Die beiden Designerduos überzeugten die Jury mit einer sehr hohen Qualität, perfekten Details und mit der konsequenten konzeptionellen Umsetzung.
Den Preis für das beste Herrenoutfit in Höhe von 2.000 Euro, ausgelobt von dem hannoverschen Herrenausstatter Wormland, erhielten ebenfalls Tanja Schmidt und Philip Rudzinski. Alle Outfits ihrer Männerkollektion sind innovativ, perfekt  verarbeitet und greifen die aktuellen Trends auf.  Besonders erwähnenswert ist auch die ausgefallene Waschung der Jeansstoffe. Die Jury betonte außerdem, dass die Qualität der Arbeit weit über die der studentischen Arbeiten hinausgeht.
Den ersten Publikumspreis und somit eine hochwertige Nähmaschine von Nähmaschinen Center Hannover gewann die Kollektion „Verloren oder Gefunden“ von Jila und Jale Pashottan. Den zweiten Publikumspreis – einen Reisegutschein von Robinson Club – erhielten ebenfalls Tanja Schmidt und Philip Rudzinski.
 
Rund 1.000 Gäste sahen sich am Sonnabendabend die beiden Shows an.
Der Modepreis Hannover betont die Entwicklung der niedersächsischen Metropole zu einem attraktiven Ziel für Fachpublikum und modebegeisterte Menschen. Desweiteren wird das hohe Niveau der Modeabsolventen der Hochschule Hannover unterstrichen. Die Teilnahmebedingungen lassen den BewerberInnen Freiraum, sich und ihre Konzepte zu verwirklichen. Alle Absolventen des entsprechenden Abschlussjahres können ihre Kollektionen auf den Schauen präsentieren und sich um die zu vergebenden Preise bewerben. Von Slow-Fashion bis Sportswear – alle Bereiche stehen den angehenden Designern offen. Eine individuelle modische Inszenierung gehört ebenso zur Bewerbung wie ein Exposé über die Kollektion.